Dr. Helfried Bauer

Expertise in Finanzwissenschaft & Public Governance

Helfried Bauer
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In den letzten Jahrzehnten dominierte im Staatsverständnis der neoliberale Ansatz: Mehr Privat und so wenig Staat wie möglich - die freie Marktwirtschaft galt als Problemlöser in fast allen Lebenslagen.

Heute werden der soziale Ausgleich und Gleichstellung unterschiedlicher Gruppen stärker betont; ebenso nachhaltiges Wirtschaften, Regulierung des Finanzsektors und Klimaschutz. Dafür brauchen wir öffentliches Handeln und einen stärkeren "neuen" Staat.

Gemeinwohl (public value) in seinen verschiedenen Dimensionen, Transparenz und Partizipation sind ebenso Elemente von guter Regierungsführung (public governance) wie eine Reform der Aufgaben- und Ressourcenzuteilung auf die Gebietskörperschaften.
Verstärken der Gemeinwohlorientierung des Staates, nachhaltiges Gestalten der öffentlichen Finanzen sowie eine Neuordnung im Bundesstaat sind mir besondere Anliegen.

Keine hoch entwickelte Gesellschaft kann ohne den Staat auskommen; Staat und Markt sind im Regelfall komplementär. Diese Einsicht meines Lehrers und Förderers Egon Matzner führte mich zur Finanzwissenschaft als Lehre vom öffentlichen Wirtschaften und zur praxisnahen Beschäftigung mit der öffentlichen Finanzwirtschaft seit nunmehr 40 Jahren.

Oft betonte Gegensätze, wie Markt versus Staat, Zentralstaat versus Gemeinden und Regionen, Politik versus Verwaltung halte ich für wenig erkenntnisträchtig. Keiner der Akteure kann allein die Erwartungen der Menschen erfüllen, keiner kommt ohne kritische Analyse und ohne Streben nach Verbesserungen aus.

Der Staat der Zukunft braucht einen institutionellen Wandel, die Bekräftigung oder Erneuerung der Werte sowie Konkretisierungen des "Public Value", für die es sich einzusetzen lohnt, verbesserte Methoden und gelebte Partizipation möglichst vieler Menschen. Dies sind meine Überzeugungen, meine inhaltlichen Anliegen und Objekte meiner Bemühungen und Angebote.

In seinem letzten Buch "Ill fares the land" (erschienen 2010) formuliert Tony Judt eine Botschaft für viele von uns:
"We have freed ourselves of the mid-20th century assumption – never universal but certainly widespread – that the state is likely to be the best solution to any given solution. We now need to liberate ourselves from the opposite notion: that the state is – by definition and always – the worst available option." (p. 202).

- Bereitschaft für Innovationen bei den Gebietskörperschaften und den anderen öffentlichen Einrichtungen, d.h. neue Sichtweisen (z.B. europäisch, vernetzt, integriert, interdisziplinär), mehr Planungsqualität (Arbeiten mit Alternativen, mit Risikoeinschätzungen und Evaluierung) und Lernen von erfolgreichen internationalen und nationalen Beispielen;

- die im Haushaltsrecht des Bundes seit 2013 geltende Wirkungsorientierung auf allen staatlichen Ebenen – entsprechend angepasst - umsetzen (Wirkungsziele und Indikatoren gemeinsam entwickeln, den komplizierten Staatsaufbau vereinfachen, mehr Kohärenz und Kooperation zur Erreichung der Ziele schaffen;

- Offenheit und Transparenz des öffentlichen Handelns verstärken (gemeinsam akzeptierte empirische Evidenzen, Aufdecken und Abstellen der Unvereinbarkeiten zwischen öffentlichem Leistungsauftrag und Profitstreben, Parteienfinanzierung u.ä.m.), mehr Partizipation durch Einbeziehen der BürgerInnen, Stärken der Parlamente, Aufbauen einer Vertrauensbasis für besseres Funktionieren des föderalen Systems;

- Stärken von Hebeln und Treibern der Modernisierung im Inneren des politisch-administrativen Systems (strategische Agilität, weitreichendes Umsetzen des Prinzips der dezentralen Fach- und Ressourcenverantwortung, Demokratisierung der Führungs- und Organisationskultur).

Meine Angebote

Zu dem geforderten Wandel kann ich verschiedene Beiträge leisten, das sind vor allem:

→ kritische Analysen der Praxis öffentlichen Handelns und der öffentlichen Finanzen

→ Vorschläge für Verbesserungen und Plädoyers für den Wandel

→ die Weitergabe meiner Einsichten an Studierende und andere Interessierte

Finanzwissenschaftliche und
finanzwirtschaftliche Expertise


Für Führungskräfte von Bund, Ländern und Gemeinden, für Bürgermeister, Finanzreferenten, Personalvertreter ist es notwendig, sich mit den hauptsächlichen Konzepten der Finanzwissenschaft und mit dem teils kritischen Zustand der öffentlichen Finanzen zu befassen.

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Public Governance:
Prinzipien klar – Umsetzung mangelhaft


Seit Dutzenden von Jahren bemühen sich die öffentlichen Verwaltungen in Österreich um Modernisierung und um ein neues Image.

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→ Gutachten für öffentliche Auftraggeber
→ Konsulent des KDZ
→ Lehrtätigkeit an der Universität Innsbruck & FH Campus Wien
→ Vortragstätigkeiten
→ Herausgeber von Fachpublikationen

Leiter des Zentrums für Verwaltungsforschung - KDZ

früher: Kommunalwissenschaftlichen Dokumentationszentrums

1973-2008

Befugnis zur Ausübung des Gewerbes Betriebsberater

einschließlich der Unternehmensorganisation, eingeschränkt auf die Organisationsberatung von Gebietskörperschaften

1993

Honorarprofessor für Kommunalwirtschaft

Technische Universität Wien

seit 1991

Lehraufträge an Universitäten

→ Universität Wien

→ Technische Universität Wien

→ FH Technikum Kärnten

→ Universität Innsbruck

→ FH Campus Wien

1979-2011

Post graduate Studium "Nationalökonomie"

Institut für Höhere Studien (Wien)

1966-1968

Studium Hochschule für Welthandel

Diplom 1966, Doktorat 1970

1962-1970

Bürgernaher aktiver Staat – Public Management und Governance

PublicManagenemnt

2013

Gutes Regieren

Governance

2011

Demografischer Strukturwandel aus Herausforderung für die öffentlichen Finanzen

Demografie

2010

Wirkungsgeleitetes Ressourcenmanagement in öffentlichen Gesundheitsbetrieben

Ressourchenmanagement

2009

Finanzausgleich 2008: Ein Handbuch

Finanzausgleich

2008

Gallerie

Dr. Helfried Bauer — mail@helfriedbauer.com